Landesverband Bremen e.V.

Hilfen für Menschen mit Behinderung

Familienunterstützung in der Freizeit

Wer als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener mit Behinderung zu Hause bei seinen Angehörigen wohnt und einen besonderen Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung hat, kann hierfür zusätzliche Leistungen von seiner Pflegekasse erhalten.

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Ein gemeinsamer Ausflug ans Meer

Hierfür stehen monatlich 100 oder 200 Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld können die Familien bei dafür zugelassenen Anbietern Betreuungsleistungen erhalten.

Der ASB Bremen bietet hierzu im Rahmen seiner Familienunterstützung individuell vereinbarte Unterstützungsleistungen an. Das kann eine stundenweise Betreuung zu Hause sein oder die begleitete Teilnahme an einem Angebot außerhalb der eigenen vier Wände.


Niedrigschwellige Betreuungsangebote nach § 45b SGB XI
Nach dem „Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz“ von 2002 können Menschen mit geistiger Behinderung zusätzliche Leistungen erhalten. 

Zu diesen Leistungen zählen die „niedrigschwelligen Betreuungsangebote“. Hierfür stehen zusätzlich zum Pflegegeld monatlich 104 € oder 208 € zur Verfügung. 

In diesem Merkblatt haben wir die wichtigsten Regeln zu diesem Angebot zusammengestellt.

Wer kann niedrigschwellige Betreuungsangebote in Anspruch nehmen?
Alle Menschen mit Demenz, einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung, bei denen „ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist.“ (§ 45a, SGB XI). Die Zahlung dieser Leistungen ist auch dann möglich, wenn es keine Eingruppierung in eine Pflegestufe gibt.

Bei wem können die Leistungen beantragt werden?
Sie müssen die Leistungen bei Ihrer Pflegekasse beantragen. Die Entscheidung liegt beim Medizinischen Dienst. In § 45a SGB XI sind 13 Punkte aufgezählt, von denen mindestens zwei in einer bestimmten Kombination zutreffen müssen.

Bei der Begutachtung wird auch entschieden, ob Sie 104 € oder 208 € im Monat bekommen. 

Wo steht die gesetzliche Grundlage?
Im 11. Sozialgesetzbuch (SGB XI), §§ 45 a-c.

Wann dürfen Sie das Geld ausgeben?
Sie müssen das Geld nicht in dem Monat ausgeben, für den es bewilligt ist. Sie können es ansparen und dann z.B. für eine längere Maßnahme wie eine Wochenendfahrt ausgeben.

Wird der Betrag in einem Kalenderhalbjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das Folgehalbjahr übertragen werden.

Welche Angebote können das sein?
Das kann eine stundenweise Betreuung in Ihrem häuslichen Bereich sein. Oder die Begleitung zu einem Gruppenangebot außerhalb Ihrer Wohnung.

Auch eine ein- oder mehrtägige Ausflugsfahrt, z.B. übers Wochenende ist denkbar. Entscheidend ist, dass die Angehörigen durch die Angebote entlastet werden. Das Angebot muss von einem dafür autorisierten Träger durchgeführt werden. 

Können Sie die Dienste bei uns in Anspruch nehmen?
Im SGB XI § 45b steht: „Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen.“ Dafür wurden von den Pflegekassen und Sozialbehörden spezielle Träger ausgesucht, die diese Leistungen erbringen dürfen. Die ASB-Gesellschaft für soziale Hilfen mbH ist ein solcher autorisierter Träger für Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Was kosten die Angebote bei uns?
Die „niedrigschwelligen Betreuungsangebote“ heißen bei uns „Familienunterstützung“. Sie kosten 19 € pro Stunde. Eintrittsgelder oder Verzehr sind darin nicht enthalten. Für längere Ausflugsfahrten berechnen wir einen Pauschalpreis. 


Welche Mitarbeiter führen die Angebote bei uns durch?
Die Angebote werden von Helferinnen und Helfern durchgeführt, die von uns angeleitet und geschult werden. Zum großen Teil sind dies Personen, die in unserer Tagesförderstätte als freiwillige Helfer, PrakikantInnen oder Schüler tätig waren.

Wie werden die Angebote bezahlt?
Wir stellen Ihnen eine Rechnung aus, die Sie bei der Pflegekasse einreichen. Dann erhalten Sie das Geld von der Pflegekasse und bezahlen unsere Rechnung. Oder Sie erlauben uns, das Geld direkt mit der Kasse abzurechnen.

Wie können Sie sich für die Angebote bei uns anmelden oder nach Einzelheiten erkundigen?
Melden Sie sich bitte bei uns und teilen Sie uns Ihre persönlichen Vorstellungen mit. Wir beraten Sie über die Möglichkeiten und überlegen mit Ihnen ein Angebot.  


Menschen mit Behinderung bietet die ASB-Gesellschaft für soziale Hilfen mbH ein differenziertes Angebot. 

Unsere Arbeit basiert auf Respekt vor der Würde des Menschen. Jeder erhält die Betreuung und Förderung, die er wünscht und für ein möglichst eigenständiges Leben braucht. Wir fühlen uns dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ verpflichtet und bieten personzentrierte Wohn-, Freizeit- und Arbeitsangebote. Wenn Sie unsere Angebote kennen lernen oder weitere Informationen erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an uns:

 

Hilfen für Menschen mit Behinderung

Dörte Länger-Schwarz

Arbeiter-Samariter-Bund
Gesellschaft für soziale Hilfen mbH
Elisabeth-Selbert-Straße 3, 28307 Bremen

Telefon: 0421 4 10 04-15 , Telefax: 0421 4 10 04-25
E-Mail: d.laenger-schwarz(at)asb-bremen.de

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