Landesverband Bremen e.V.

FAST-Teams

Weltweite Hilfe für Menschen in Not

In den First Assistance Samaritan Teams engagieren sich ASB'ler aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie lassen sich in ihrer Freizeit zu Auslandshelfern im Bereich Basismedizin oder Trinkwasseraufbereitung ausbilden. Zuletzt waren FAST-Helfer nach dem „Super-Taifun“ Haiyan 2013 auf den Philippinen im Einsatz.

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Ellen Reinartz vom ASB Bremen engagiert sich ehrenamtlich in den FAST-Teams des ASB. © Julian Thies

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Die First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe. Wenn Menschen durch kriegerische Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen oder Hungersnöte alles verlieren, leistet der ASB weltweit humanitäre Hilfe. Die FAST'ler versorgen die Betroffenen mit dem Lebensnotwendigsten wie Trinkwasser oder medizinischer Hilfe.

Die FAST-Teams setzen sich aus fachkundigen und für den Auslandseinsatz ausgebildeten Freiwilligen aus dem ASB zusammen. Geleitet werden die Teams von international erfahrenen Fachkräften aus dem ASB-Bundesverband und den ASB-Länderbüros.

Die Kernelemente der FAST-Hilfe liegen in der Trinkwasseraufbereitung und der basismedizinische Versorgung. Die Teamstärke pro Modul liegt bei sieben bis acht Helfern.

Trinkwasseraufbereitung

Die Teams sind für den Einsatz hochwertig und umfangreich ausgestattet. Kernstück des Wasserteams ist eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) mit einer Leistungsfähigkeit von 1.500 Liter/Stunde. Das produzierte Wasser ist von reinster Qualität und für den medizinischen Bereich geeignet.

Basismedizinische Versorgung

Das medizinische Team arbeitet mit einer Zeltambulanz mit bis zu acht Behandlungsplätzen. Die Ausstattung basiert auf dem WHO-Emergency-Health-KIT (basic & supplementary) sowie umfangreichen zusätzlichen Geräten und Verbrauchsmaterialien. Die FAST Mitarbeiter durchlaufen eine umfassende Ausbildung, um sich auf die Arbeit im Ausland vorzubereiten.

Einsatz

Ein FAST Einsatz dauert maximal sechs Wochen. Dieser Zeitraum entspricht meist auch der Akutphase nach einer Katastrophe, in der die Not am größten ist. Die Einsatzdauer für den einzelnen Helfer beträgt 14 Tage. Danach werden sie vom Folgeteam abgelöst. Um auf die weltweit zunehmenden Katastrophenereignisse schnell und professionell reagieren zu können, werden die ASB-Schnelleinsatzteams weiter ausgebaut.

Da FAST nur für die unmittelbare Nothilfephase nach einer Katastrophe ausgelegt ist, muss gewährleistet sein, dass nach dem Ende des Nothilfeeinsatzes keine Lücken in der Trinkwasser- oder medizinischen Versorgung der Zivilbevölkerung entsteht. Diese sogenannte Exitstrategie kann sehr unterschiedlich aussehen: So können mittel- bis langfristige ASB-Projekte folgen oder es kann an lokale oder internationale Partnerorganisationen übergeben werden.

Freiwillige Engagement für FAST

Die First Assistance Samaritan Teams (FAST) bestehen aus haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samaritern, die ein grundsätzliches Interesse an Katastrophenhilfe im Ausland mitbringen. Die Mitarbeit im FAST erfolgt auf freiwilliger Basis. Um den Anforderungen professioneller Hilfe im Ausland gerecht zu werden, müssen die FAST-Mitarbeiter weitere Eignungskriterien erfüllen:

  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse
  • nachgewiesener guter Gesundheitszustand
  • hohe Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • entsprechende Zusatzqualifikation je nach Einsatzbereich

Zudem bereiten sich die FAST-Helfer während eines umfassenden Ausbildungsprogramms auf ihre Auslandseinsätze vor. Darin werden nicht nur fachspezifische Inhalte, z. B. zur Trinkwasseraufbereitung und basismedizinischen Versorgung, vermittelt, sondern auch wichtige Themen wie Sicherheit im Auslandseinsatz, Stressbewältigung, interkulturelle Kommunikation und Standards der humanitären Hilfe.

Die letzten Einsatzgebiete des FAST waren die Philippinen (2013), der Nordirak (2012), Haiti (2010) und Sumatra/Indonesien (2009).

 

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