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Wie aus einem Übungstag des ASB-Rettungshundezuges ein Ernstfall wird

Am Sonntag (23. März 2014) trafen sich die Hundeführerinnen und Hundeführer des ASB-Rettungshundezuges auf dem Übungsgelände der Lützow-Kaserne in Schwanewede zum regelmäßigen Flächentraining.

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ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Lehmann übergibt offiziell den neuen Einsatzleitwagen an den stellvertretenden Zugführer des ASB-Rettungshundezuges Joachim Schankin. © Julian Thies

Die Flächensuche ist die häufigste Einsatzart für Rettungshunde. Aufgrund ihres ausgeprägten Geruchssinns können Hunde menschlichen Geruch in sehr großer Entfernung wahrnehmen, mitunter über mehrere hundert Meter. Dank ihrer Schnelligkeit, ihrer Suchpassion, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer können ausgebildete und erfahrene Rettungshunde größere Gebiete (30.000 m²) in kürzester Zeit zuverlässig nach vermissten Personen absuchen

ASB-Geschäftsführer Jürgen Lehmann nutze die Gelegenheit, um bei strahlendem Sonnenschein den neuen Einsatzleitwagen ("ELW") offiziell an den ASB-Rettungshundezug zu übergeben.

Joachim Schankin, stellvertretender Zugführer des mittlerweile 18 Hunde umfassenden Rettungshundezuges, freute sich sehr über das neue Fahrzeug, das ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert wurde: „Durch den neuen Einsatzleitwagen können wir zukünftig am Einsatzort sofort mit der Einsatzplanung beginnen. Wir sind jetzt in der Lage die ersten Stunden völlig autark zu arbeiten. Bisher mussten wir zuerst die Einsatzleittechnik aufbauen und eine externe Stromversorgung herstellen. Diese Zeit ist nun vorbei.“

Jürgen Lehmann betont sogleich die Wichtigkeit der finanziellen Unterstützung der ASB-Mitglieder und Spender: "Ohne deren Unterstützung wäre die Anschaffung eines solch gut ausgerüsteten Fahrzeugs kaum möglich. Unsere ehrenamtlichen Hundeführerinnen und Hundeführern rücken zu jeder Tages- und Nachtzeit aus, ob bei Regen oder Schnee - Der ASB-Rettungshundezug hilft bei der Suche nach vermissten Personen. Um auch unter diesen Umständen professionell arbeiten zu können, benötigen unsere Ehrenamtlichen professionelles Equipment. Der neue Einsatzleitwagen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung und dient auch der Motivation unserer ehrenamtlichen Hundefüherinnen und Hundeführer. "

Auch 11 Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) besuchten an diesem Tag den ASB-Rettungshundezug, um beim Flächentraining zuzuschauen und vielleicht sogar als "vermisste Person“ aktiv am Training teilzunehmen. Leider kam keiner der jungen Samariterinnen und Samariter in diesen Genuss, da kurz vor Beginn der Übung der Ernstfall eintrat:

Das Vermisstenkommissariat Polizei Bremen alarmierte den ASB-Rettungshundezug um nach einer vermissten Person aus einem Seniorenheim in Bremen-Oberneuland zu suchen. Der gesamte Rettungshundezug, samt ASB-Geschäftsführer sowie den Samariterinnen und Samariter der ASJ packten Ihre Sachen und machten sich umgehend auf den Weg zurück nach Bremen. Joachim Schankin versprach, dass die Arbeiter-Samariter-Jugend beim nächsten Mal selbstverständlich wieder zum Flächentraining anreisen darf, konnte aber nicht versprechen, dass nicht erneut ein Alarm das Training verhindert.

Nach Eintreffen am ASB-Landesverband in Bremen-Walle wurden weitere Fahrzeuge besetzt und der Rettungshundezug konnte innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort eintreffen.

Mit sechs geprüften Flächensuchhunden wurde zuerst das unmittelbare Umfeld des Seniorenheims sowie nachfolgend mehrere Gebiete im näheren Umfeld durchsucht. Der Sucheinsatz dauerte insgesamt fünf Stunden und verlief leider erfolglos. Die vermisste Person wurde später außerhalb des Suchgebietes gefunden. Die Polizei Bremen hat sich nach dem Einsatz für die gute Zusammenarbeit bedankt

Julian Thies 26-MÄR-2014