Landesverband Bremen e.V.

Pflegen im Alter

Versorgungslücke geschlossen: Erweiterte Leistungen der Krankenkasse seit 01.01.2016

Mit Inkrafttreten des Krankenhausstrukturgesetztes am 01.01.2016 hat der Gesetzgeber eine Versorgungslücke geschlossen: Versicherte können nun wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung über die Krankenkasse Grundpflege und hauswirtschaftliche Unterstützung erhalten.

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Das Altenhilfenetzwerk des ASB Bremen. © Fotolia

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Dabei ist es nun unerheblich, ob Häusliche Krankenpflege n. § 37 Abs. 2 SGB V notwendig ist oder ob im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Leistung das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. 

Reicht die ambulante Unterstützung nicht aus, ist die Inanspruchnahme einer Kurzzeitpflege auch ohne Pflegestufe möglich.

Damit können nun Personen bspw. nach einer Operation oder einem Unfall die notwendigen Hilfen erhalten.

Grundpflege und Hauswirtschaft n. § 37 Abs. 1 a SGB V

  • für bis zu vier Wochen (auch mehrmals täglich) 
  • in Ausnahmefällen auch länger
  • Zuzahlung durch Versicherte/n ist zu leisten 

Voraussetzungen: 

  • keine vorliegende Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung
  • keine Person im Haushalt, die die Tätigkeit durchführen kann
  • Verordnung durch den behandelnden Arzt / die behandelnde Ärztin auf dem Vordruck für die Verordnung Häuslicher Krankenpflege (mit begründender Diagnose)

Hauswirtschaft n. § 38 SGB V

  • für bis zu vier Wochen 
  • wenn im Haushalt ein Kind lebt, dasbei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich der Anspruch auf längstens 26 Wochen
  • Zuzahlung durch Versicherte/n ist zu leisten

Voraussetzungen: 

  • keine Person im Haushalt, die die Tätigkeit durchführen kann
  • Verordnung durch den behandelnden Arzt / die behandelnde Ärztin 

Kurzzeitpflege n. § 39 c SGB V

  • für bis zu acht Wochen 
  • Kosten für pflegebedingte Aufwendungen, Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie Aufwendungen für Behandlungspflege werden bis  zu 1.612 € durch die Krankenkasse übernommen
  • ein Eigenanteil muss durch Versicherte/n getragen werden

Voraussetzungen: 

  • Leistungen der Häuslichen Krankenpflege n. § 37 Abs. 1a SGB V reichen nicht aus
  • keine vorliegende Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung
 

Ambulante Pflege

Stefan Block

Geschäftsführer

ASB Ambulante Pflege GmbH
Elisabeth-Selbert-Straße 3, 28307 Bremen

Telefon: 0421 4 17 87 16 , Telefax: 0421 4 17 87 47
E-Mail: sbl(at)asb-bremen.de

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