Landesverband Bremen e.V.

Pflege

"Wir bilden fair aus" - ASB Bremen & Tarifgemeinschaft Pflege werben für Altenpflegeausbildung

Immer mehr ältere Menschen müssen betreut werden. Aber ein krasser Mangel an Fachkräften könnte dazu führen, dass dieses gesamtgesellschaftliche Problem unlösbar wird.

Fair ausbilden-Tarifgemeinschaft-2016 (002).jpgWebsite der Tarifgemeinschaft Pflege Bremen


Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, auch der Universität Bremen, kommen zum Ergebnis, dass ohne gegensteuernde Maßnahmen bis 2030 bundesweit mehrere hunderttausend Pflegekräfte fehlen. Die Prognosen für das Land Bremen zeigen eine Personallücke in der Pflege zwischen 2000 und 3000 Vollzeitkräften auf. 

Die vor vier Jahren von allen Bremer Akteuren in der Altenpflege beschlossene Pflegeinitiative hat deshalb großes Gewicht auf die Stärkung der Altenpflegeausbildung gelegt. Der Bremer Senat hat die Zahl der finanzierten Ausbildungsplätze in der Altenpflege schrittweise auf 250 Plätze erhöht. Und die Wohlfahrtsverbände von Bremen und Bremerhaven haben im Jahr 2015 über die neu gegründete Tarifgemeinschaft Pflege Bremen mit der Gewerkschaft Verdi einen Ausbildungstarifvertrag abgeschlossen. Mit deutlich erhöhten Ausbildungsvergütungen und mehr Urlaub soll die Ausbildung in der Altenpflege für junge Menschen attraktiver werden. Der Tarifvertrag findet auf die Mehrzahl aller Ausbildungsverhältnisse in der Altenpflege im Land Bremen Anwendung. 

Aktuell bietet die ASB-Altenwohn und Pflege GmbH am Osterdeich Ausbildungsplätze zur/zum examinierten Pflegefachkraft an. Hier mehr erfahren...

Mit einer Werbekampagne will die Tarifgemeinschaft Pflege Bremen nunmehr offensiv für eine Ausbildung bei den Trägern der stationären und ambulanten Pflege in der Freien Wohlfahrtspflege werben. Alle Träger der Wohlfahrtsverbände wenden diesen Tarifvertrag an – im Unterschied zu einzelnen privat-gewerblichen Trägern, die zum Teil bis zu 20 Prozent unter den Vergütungssätzen des Tarifvertrages bleiben.

„Unser abgeschlossener Ausbildungs-Tarifvertrag ist zusammen mit dem entsprechenden niedersächsischen Vertrag nicht nur der erste Ausbildungsvertrag in der Altenpflege in Deutschland,“ erklärt Arnold Knigge, Vorstandsvorsitzender der Tarifgemeinschaft Pflege Bremen, „er ist auch im Vergleich zu anderen Branchen-Tarifen vorbildlich. Wir hoffen, damit die Ausbildung in der Altenpflege für junge Menschen deutlich attraktiver zu machen.“ 

Die Werbekampagne „Wir bilden fair aus“ soll auch deutlich machen, dass dieser Beruf wie kaum ein anderer ein Zukunftsberuf ist und einen sicheren Arbeitsplatz bietet. “Wir wollen mit unserer Kampagne auch darauf hinweisen, dass dieser Beruf mit einer hohen Anerkennung verbunden ist,“ so Martina kleine Bornhorst, Vorstand der Caritas Bremen, „gerade für junge Menschen dürften intensive menschliche Kontakte bei der Arbeit eine hohe Wertschätzung durch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, sowie die zunehmende gesellschaftliche Anerkennung von Pflegeberufen wichtige Kriterien bei ihrer Berufswahl sein.“ 

Die Werbekampagne „Wir bilden fair aus“ wird aus verschiedenen Elementen bestehen: 

  • Für die in nächster Zeit stattfindenden Ausbildungsmessen in Bremen und Bremerhaven (Ende Mai, Mitte und Ende August sowie Ende September) wurden Aufkleber und Postkarten gedruckt, die auf diesen Messen verteilt werden sollen. 
  • Ende Mai und im August werden jeweils an 15 zentralen Standorten in der Stadt Bremen großflächige Plakate geschaltet. 
  • Auf den Postkarten und Plakaten wird mit unterschiedlichen Motiven und Aussagen zu Bezahlung, Arbeitszeit und Anerkennung verdeutlicht, was für die Träger der Freien Wohlfahrtspflege „fair ausbilden“ heißt. 

Kontakt (V.i.S.d.P.): 

Sylvia Gerking ( Tarifgemeinschaft Geschäftsleitung) 

Bahnhofstr.32 

28195 Bremen 

Telefon: 0421-14 62 94 41 

Email: s.gerking@sozialag.de 


Die Tarifgemeinschaft Pflege Bremen besteht seit November 2014.

Ihr gehören Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste aus allen Wohlfahrtsverbänden im Land Bremen an. Nach ihrer Satzung können allejuristischen Personen mit Sitz im Land Bremen, die unmittelbar mit ihren Einrichtungen oder Diensten im Land Bremen Leistungen auf der Grundlage eines Versorgungsvertrages nach dem Sozialgesetzbuch Elftes Buch erbringen oder dies konkret beabsichtigen, Mitglied der Tarifgemeinschaft werden.

Zweck der Tarifgemeinschaft Pflege Bremen ist die Wahrung der gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder als Arbeitgeber sowie der Interessenausgleich zwischen ihren Mitgliedern und deren Beschäftigten. Dieser Zweck soll insbesondere durch den Abschluss von Tarifverträgen und sonstigen Vereinbarungen verfolgt werden, die als Ziel die Angleichung der wesentlichen Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche im Land Bremen sicherstellen sollen.

Die satzungsgemäßen Organe der Tarifgemeinschaft sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. In der Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder der Tarifgemeinschaft vertreten. Gegenwärtig gehören der Tarifgemeinschaft 15 Organisationen der stationären und ambulanten Altenpflege aus Bremen und Bremerhaven an.

Mitglieder des Vorstands sind:

  • Dr. Arnold Knigge (Vorstandssprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen) als Vorsitzender, 
  • Stefan Block (Geschäftsführer Arbeiter-Samariter-Bund) als Mitglied,  
  • Martin Böckmann (Vorstand Caritas Bremen) als Mitglied, 
  • Manfred Meyer (Vorstand Diakonischer Landesverband Bremen) als Mitglied sowie 
  • Dr. Burkhard Schiller (Vorstand der Arbeiterwohlfahrt Bremen) als Mitglied. 

Gut betreut sein und trotzdem zu Hause wohnen: Die Erfüllung dieses Wunsches vieler älterer, behinderter und kranker Menschen wird durch die ambulanten Pflegedienste des ASB möglich. Sie bieten neben der Pflege zu Hause eine Vielzahl weiterer Leistungen an.

Beratung
Die ambulanten Pflegedienste in Bremen ordnen der Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen einen großen Stellenwert zu. Dabei stellen sie das individuell notwendige Fachwissen zur Verfügung, um bei einer optimalen persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Erfahrene Beratungskräfte informieren gern über alle Fragen rund um das Thema Pflege. Gemeinsam wird zunächst der persönliche Pflegebedarf geklärt. Mit den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen legen die erfahrenen Pflegefachkräfte dann ggf. die Termine und den Umfang der Leistungen fest. Sie informieren darüber, welche Kosten anfallen und welchen Anteil davon die Pflegekasse oder möglicherweise auch andere Sozialversicherungen übernehmen. Außerdem geben die Pflegekräfte wertvolle Informationen und Hinweise zur Unterstützung einer optimalen häuslichen Versorgung.

Wohnraumberatung
Ebenfalls bieten die ambulanten Pflegedienste in Bremen Wohnraumberatung an, denn bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit genügen manchmal kleine Veränderungen, um die vertraute Wohnung an die veränderten Bedürfnisse anzupassen.
Pflege und Versorgung zu Hause

Die ambulanten Pflegedienste des ASB Bremen unterstützen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege und Versorgung zu Hause (Grundpflege). Zur häuslichen Pflege gehört die Hilfe beim Aufstehen- und Zubettgehen, bei der Körperpflege oder beim Essen. Darüber hinaus unterstützen die Pflegedienste im Haushalt, z.B. beim Einkaufen, Wäsche waschen, Reinigen der Wohnung, Geschirr spülen oder Kochen.

Häusliche Krankenpflege
Die ASB-Pflegedienste in Bremen bieten ergänzend zur ärztlichen Behandlung auch die häusliche Krankenpflege (Behandlungspflege) an. Sie beinhaltet zum Beispiel das Anziehen von Stützstrümpfen (Kompressionsstrümpfe), die Verabreichung von Medikamenten, den Wechsel von Verbänden, das Setzen von Spritzen oder andere vom Arzt verordnete medizinisch notwendige Maßnahmen. Die Kosten können von der Krankenkasse übernommen werden, sofern der behandelnde Arzt eine entsprechende Verordnung ausgestellt und die Krankenkasse die Leistung genehmigt hat. Bei der Antragstellung sind die ASB-Pflegedienste gerne behilflich.

Vertretung für pflegende Angehörige
Wenn pflegende Angehörige einmal Urlaub von der Pflege nehmen wollen, selbst erkrankt sind oder sich aus anderen Gründen für eine bestimmte Zeit nicht selbst kümmern können, übernehmen die ASB-Pflegedienste im Rahmen der Verhinderungspflege die Versorgung der Pflegebedürftigen. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für diesen Ersatz maximal für sechs Wochen bzw. 1.612 Euro im Kalenderjahr.

 

Ambulante Pflege

Stefan Block

Geschäftsführer

ASB Ambulante Pflege GmbH
Elisabeth-Selbert-Straße 3, 28307 Bremen

Telefon: 0421 4 17 87 16 , Telefax: 0421 4 17 87 47
E-Mail: sbl(at)asb-bremen.de

Infomaterial + Dokumente